Über mich

Ich Jemand der drei politische Systeme und drei Bahnverwaltungen (DR, DB, DBAG) erlebt hat, muss schon zwangsläufig alt sein. Aber wie heißt es so schön: Man ist so alt wie man sich fühlt.
Gefühlte Mitte 50 also.

Seit über 40 Jahren bin ich verheiratet, immer noch mit der gleichen Frau, zwei wohlgeratene Töchter sind uns gelungen und ein Golden Retriever gehörte fast  14 Jahre zur Familie. Er sorgte dafür, dass sein Herrchen immer in Bewegung blieb.

Von der Eisenbahn bin ich seit meinen Kindertagen fasziniert, insbesondere von den Dampflokomotiven. Die kann man heutzutage höchstens noch bei Sonderfahrten einiger Vereine erleben.

Mir war es vergönnt, die große Zeit der Dampfloks bei der Deutschen Reichsbahn in hör- und sichtbarer Form zu genießen und öfter auch zu begleiten. Ich habe die Menschen kennengelernt, die beruflich und meist auch aus Berufung dafür sorgten, das Züge fuhren. Menschen, die ihren Beruf mit dem Maß an Verantwortung ausfüllten, das nötig ist um ein so kompliziertes Gebilde wie die Eisenbahn am Laufen zu halten. Viele von ihnen sind schon nicht mehr. Damit sind auch die wunderbaren Geschichten aus ihrem Berufsleben verschwunden.

Die längste Zeit meines Lebens habe ich in der DDR verbracht und damit auch das Werden und Vergehen des entwickelten Sozialismus hautnah miterlebt. Es tut mir überhaupt nicht leid, diesen Teil deutscher Geschichte hinter mir zu haben.

Im Tierschutz engagiere ich mich aktiv und spendenmäßig bei “Vier Pfoten”. Und in diesem Zusammenhang  will ich klarstellen, sind Jäger für mich die größten Pharisäer. Unter dem Mäntelchen der angeblichen Hege und Pflege des Wildbestandes lassen sie ihrer Mordlust freien Lauf. Das Schießen auf wehr- und hilflose Tiere ist für mich der Gipfel an Unmenschlichkeit.

Da kommt immer Freude auf, wenn ich lese, dass sich mal wieder Jäger gegenseitig abschießen. So macht die Jagd Sinn.

Was wäre sonst noch zu sagen. Die mit dem Untergang der DDR gewonnene Freiheit des Reisens ist für mich ein ungeheurer Gewinn. Ein Leben lang gab es die Sehnsucht zu den skandinavischen Ländern. Und da es in der dort vorhandenen grandiosen Natur auch noch tolle Eisenbahnen gibt, z.T. sogar noch mit Dampfloks, ist das ein Grund mehr für häufige Besuche. Nun ist auch noch die Schweiz dazu gekommen. Da habe ich die “kleine Rote” in mein Herz geschlossen.

Aber – da gibt es noch die Bahn vor meiner Haustür.

Eine Schmalspurbahn mit 900 mm Spurweite auf einer 15,4 km kurzen Strecke zwischen dem Ostseebad Kühlungsborn und der noch Kreisstadt Bad Doberan.

1886 gebaut, zunächst nur von Doberan bis Heiligendamm, 1910 verlängert bis ins damalige Brunshaupten-Arendsee dem heutigen Ostseebad Kühlungsborn Ost und West.  Immer als Dampfeisenbahn gefahren. 2009 hat das Dampflokwerk Meiningen einen Nach-Neubau einer Lok aus dem Jahre 1932 abgeliefert. Davon zeige ich einige Bilder.